COP, SCOP, JAZ – drei Kennzahlen, von denen nur eine zählt. Und warum der Unterschied auf Ihrer Rechnung landet.
Auf dem Datenblatt steht COP 5,1. Auf Ihrer Stromrechnung steht etwas anderes. Beides kann stimmen – weil die Zahlen unterschiedliche Dinge messen.
Die drei Kennzahlen
- COP: Wirkungsgrad in einem einzigen Betriebspunkt, meist bei 7 Grad Außentemperatur und 35 Grad Vorlauf. Der Bestwert.
- SCOP: Rechnerischer Jahreswert nach Norm, mit einem genormten Klima, das nicht Ihres ist.
- JAZ (Jahresarbeitszahl): Was Ihre Anlage in Ihrem Haus tatsächlich geleistet hat. Die einzige Zahl, die zählt.
Warum die JAZ niedriger liegt
Eine Luft-Wärmepumpe holt Wärme aus der Außenluft. Je kälter es draußen ist, desto weniger Wärme steckt dort drin und desto mehr Strom braucht sie. Bei minus 10 Grad liegt der Wirkungsgrad deutlich unter dem Datenblattwert – und genau dann heizen Sie am meisten.
Dazu kommen Abtauzyklen: Bei feuchter Kälte um den Gefrierpunkt vereist der Verdampfer und muss regelmäßig abgetaut werden. Das kostet jedes Mal Energie.
Was eine gute JAZ ausmacht
In einem sanierten Einfamilienhaus mit Flächenheizung sind 3,5 bis 4,5 realistisch. Mit Heizkörpern und höherer Vorlauftemperatur eher 2,8 bis 3,5. Unter 2,5 wird es wirtschaftlich unangenehm – dann läuft meist der Heizstab zu oft mit.
Die Stellschrauben
- Vorlauftemperatur senken: jedes Grad weniger verbessert die Arbeitszahl um etwa 2,5 Prozent
- Heizkurve richtig einstellen statt Werkseinstellung stehen lassen
- Heizstab begrenzen und nicht als Dauerlösung dulden
- Hydraulischen Abgleich machen lassen – wird oft weggelassen und ist einer der wirksamsten Punkte
Wir übergeben jede Anlage mit dokumentierter Einstellung und schauen im ersten Winter nach, was tatsächlich herauskommt. Eine Wärmepumpe, die niemand nachjustiert, läuft fast immer schlechter als sie könnte.
Kurz erklärt, statt lang gelesen
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Wir schauen uns Ihren Fall an und sagen ehrlich, was sinnvoll ist – auch wenn das am Ende die kleinere Lösung bedeutet.
