Die Sonne scheint im Sommer, geheizt wird im Winter. Warum die Kombination trotzdem funktioniert – und wo die Rechnung geschönt wird.
„Mit der PV-Anlage heizt die Wärmepumpe gratis.“ Das steht in vielen Prospekten und stimmt für einen Teil des Jahres. Für den Teil, in dem Sie heizen, stimmt es deutlich weniger.
Das Grundproblem: die Jahreszeiten passen nicht zusammen
Eine Photovoltaikanlage liefert den Großteil ihres Ertrags zwischen April und September. Der Heizbedarf liegt zwischen Oktober und März. Im Dezember, wenn die Wärmepumpe am meisten arbeitet, produziert die PV-Anlage in der Steiermark einen Bruchteil ihrer Sommerleistung.
Realistisch deckt eine übliche Hausanlage etwa 20 bis 35 Prozent des Wärmepumpenstroms direkt aus der eigenen Erzeugung. Wer Ihnen 70 Prozent verspricht, rechnet mit Jahreswerten statt mit dem tatsächlichen zeitlichen Zusammentreffen.
Wo die Kombination trotzdem stark ist
- Warmwasser im Sommerhalbjahr: läuft fast vollständig auf Eigenstrom
- Kühlbetrieb: Kühlbedarf und Sonnenertrag fallen exakt zusammen – hier passt es perfekt
- Übergangszeit: März, April, Oktober liefern brauchbare Erträge bei moderatem Heizbedarf
Was den Eigenverbrauch tatsächlich hebt
Ein Pufferspeicher, der bei Sonnenschein etwas wärmer gefahren wird, verschiebt Heizenergie in die Nacht. Eine Regelung, die den Warmwasserspeicher mittags statt morgens lädt, holt einen weiteren Teil. Beides zusammen bringt mehr als jede zusätzliche PV-Fläche.
Genau das macht unser Energiemanager: Er weiß, was die PV-Anlage gerade liefert, und startet die Verbraucher dann, wenn Strom da ist – statt dann, wenn die Uhr es sagt.
Unsere ehrliche Empfehlung
Rechnen Sie die Wärmepumpe so, dass sie sich auch ohne PV trägt. Alles, was die Photovoltaik dazu beiträgt, ist dann ein echter Gewinn und keine Voraussetzung, damit die Rechnung aufgeht.
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Wir schauen uns Ihren Fall an und sagen ehrlich, was sinnvoll ist – auch wenn das am Ende die kleinere Lösung bedeutet.
