Ein Serverraum verzeiht keine Ausfälle und keine Sommerhitze. Wo bei kleinen und mittleren Räumen regelmäßig falsch geplant wird.
Serverräume in Betrieben unserer Größenordnung sind selten geplant worden – sie sind entstanden. Aus einem Abstellraum wurde ein Technikraum, dann kamen Geräte dazu. Drei Fehler sehen wir dabei immer wieder.
Fehler 1: eine einzelne Anlage
Ein Serverraum mit genau einer Klimaanlage hat einen Einzelfehlerpunkt. Fällt sie im August aus, steigt die Raumtemperatur in kurzer Zeit auf Werte, bei denen sich Geräte abschalten. Zwei kleinere Anlagen im Wechselbetrieb kosten in der Anschaffung wenig mehr, laufen abwechselnd – was beide schont – und halten den Betrieb aufrecht, wenn eine ausfällt.
Fehler 2: keine Meldung
Der Ausfall wird oft erst bemerkt, wenn etwas anderes nicht mehr funktioniert. Ein Temperaturfühler mit Fernüberwachung kostet wenig und meldet, bevor der Schaden entsteht. Wir hängen den bei jeder Anlage dazu, die kritisch ist.
Fehler 3: Kühlung ohne Rücksicht auf den Winter
Ein Serverraum braucht das ganze Jahr Kühlung, auch bei minus 10 Grad draußen. Eine normale Klimaanlage ist dafür nicht ausgelegt; ihr Verdichter braucht unterhalb bestimmter Außentemperaturen eine Winterregelung. Ohne diese schaltet sie ab – genau dann, wenn niemand damit rechnet.
Was wir empfehlen
- Zwei Geräte im wechselnden Betrieb statt eines großen
- Winterregelung ab Werk mitbestellen, nicht nachrüsten
- Temperaturüberwachung mit Alarm auf Handy oder Leitstelle
- Freikühlung prüfen: In der kalten Jahreshälfte lässt sich ein Teil der Kühlung ohne Verdichter erzeugen
Ein Serverraum ist der Ort, an dem sich Redundanz am schnellsten rechnet. Ein einziger Ausfalltag kostet meist mehr als das zweite Gerät.
Kurz erklärt, statt lang gelesen
Alle Videos liegen auf unserem eigenen Server – es werden keine Daten an Instagram oder YouTube übertragen.
Lieber selbst anrufen?
Wir schauen uns Ihren Fall an und sagen ehrlich, was sinnvoll ist – auch wenn das am Ende die kleinere Lösung bedeutet.
