Kernbohrung, Leitungsweg, Kondensat, Strom. Vier Fragen entscheiden darüber, ob eine Nachrüstung einfach oder aufwendig wird.
Im Neubau ist eine Klimaanlage eine Planungsaufgabe. Im Bestand ist sie eine Suche nach Wegen. Vier Punkte entscheiden, ob es einfach wird oder aufwendig.
1. Wo geht die Leitung durch?
Zwischen Innen- und Außengerät laufen zwei Kupferleitungen, eine Steuerleitung und der Kondensatablauf. Diese Bündelung braucht einen Weg. Im Altbau mit dicken Mauern und Gewölbedecken ist das die eigentliche Arbeit; die Montage der Geräte selbst dauert vergleichsweise kurz.
2. Wohin mit dem Kondensat?
Ein Innengerät produziert im Kühlbetrieb Kondenswasser, oft mehrere Liter am Tag. Das muss mit Gefälle weg. Wo kein Gefälle möglich ist, braucht es eine Kondensatpumpe – die funktioniert, macht aber ein leises Geräusch, das manche Menschen im Schlafzimmer stört. Das gehört vorher besprochen, nicht nachher.
3. Reicht die Elektrik?
Kleine Splitanlagen laufen an einer normalen Steckdose. Sobald mehrere Innengeräte oder größere Leistungen dazukommen, braucht es eine eigene Zuleitung mit eigener Absicherung. In Häusern mit alter Verteilung ist das ein realer Kostenpunkt, den seriöse Angebote ausweisen.
4. Was ist sichtbar erlaubt?
In einem denkmalgeschützten oder im Ortsbild geschützten Gebäude ist ein Außengerät an der Straßenfassade nicht durchsetzbar. Dann sind Innenhof, Dach oder eine Kanalgerätelösung mit unauffälligen Gittern der Weg.
Warum wir vorher kommen
Ein Angebot für eine Nachrüstung, das ohne Besichtigung entsteht, ist geraten. Wir schauen uns die vier Punkte vor Ort an und schreiben erst dann eine Zahl auf. Das dauert eine halbe Stunde und ist der Grund, warum bei uns selten Nachträge kommen.
Kurz erklärt, statt lang gelesen
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Lieber selbst anrufen?
Wir schauen uns Ihren Fall an und sagen ehrlich, was sinnvoll ist – auch wenn das am Ende die kleinere Lösung bedeutet.
