Ab einer bestimmten Größe ist Wasser das bessere Transportmittel als Kältemittel. Wo die Grenze liegt und warum sie sich verschiebt.
Bei kleinen Anlagen transportiert das Kältemittel die Kälte direkt bis zum Innengerät. Ab einer bestimmten Größe wird stattdessen Wasser gekühlt und dieses verteilt. Die Frage, wann der Wechsel sinnvoll ist, entscheidet über Investitions- und Betriebskosten.
Direktverdampfung: kurz und effizient
Vorteil: keine Zwischenstufe, dadurch weniger Verluste und geringere Investition. Nachteil: Das Kältemittel muss bis zu jedem Innengerät geführt werden. Mit der Leitungslänge steigen Füllmenge, Leckagerisiko und die Anforderungen aus der F-Gase-Verordnung.
Kaltwassersatz: aufwendiger, aber beherrschbar
Das Kältemittel bleibt im Gerät, nach außen geht nur Wasser. Das senkt die Füllmenge drastisch, macht die Anlage prüftechnisch einfacher und erlaubt beliebige Leitungswege. Dafür braucht es Pumpen, Puffer und Hydraulik – also mehr Technik und mehr Investition.
Die Punkte, an denen sich die Entscheidung dreht
- Entfernung: Ab etwa 50 Metern Leitungsweg wird Wasser attraktiver
- Anzahl der Abnahmestellen: Viele kleine Verbraucher sprechen für Wasser
- Prozesssicherheit: Ein Pufferspeicher überbrückt kurze Ausfälle, Direktverdampfung nicht
- Freikühlung: Nur mit Wasserkreis lässt sich im Winter ohne Verdichter kühlen – das spart im Jahresverlauf erheblich
- Erweiterbarkeit: Ein Wasserkreis lässt sich später ergänzen, ein Kältekreis nur begrenzt
Warum sich die Grenze nach unten verschiebt
Weil Kältemittel teurer und regulatorisch aufwendiger werden. Anlagen, für die vor zehn Jahren Direktverdampfung die klare Wahl war, rechnen sich heute als Kaltwassersatz – nicht wegen der Technik, sondern wegen der Betriebs- und Nachfüllkosten über die Lebensdauer.
Wir rechnen beide Varianten durch, wenn ein Projekt im Grenzbereich liegt. Diese Rechnung bekommen Sie offen, mit Annahmen und Zahlen.
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Wir schauen uns Ihren Fall an und sagen ehrlich, was sinnvoll ist – auch wenn das am Ende die kleinere Lösung bedeutet.
